Lernziele

Zum Glück müssen wir eine Fremdsprache nicht von Anfang an fließend beherrschen. Mit wenig oder ein wenig mehr Lernaufwand läßt sich bereits einiges erreichen. Aber dann sind wir in Ausdruck und Verständnis stark eingeschränkt. Um damit zu Erfolgserlebnissen zu gelangen, sollten wir wissen, was wir wollen. Kurz: Wir benötigen definierte Lernziele. Lernziele hängen natürlich von der Person ab. Einige Beispiele:

  1. Urlauber: Begrüßen und Verabschieden, Bestellen und Bedanken, Einkaufen, nach dem Weg fragen (falls er kein Navi hat), Essen, Übernachten, sich vorstellen.

  2. Markthändler: Einfache Verkaufsgespräche in verschiedenen Sprachen. Dazu sind nur wenige Vokabeln und einfache Sätze in jeder Sprache nötig.

    Wer einmal einen bekannten internationalen Markt besucht hat, weiß, dass Händler ihre Waren oft in fünf oder mehr verschiedenen Sprachen verkaufen können.

  3. Sprach- und Kulturinteressierter: Freundschaften pflegen, sich einige Zeit im Ausland aufhalten. Er benötigt im wesentlichen die Alltagssprache sowie das Lesen und Schreiben von E-Mails.

  4. Profi: Muß in Landesprache kommunizieren und Dokumente lesen und verfassen. Er kommt wohl um den Sprachumfang eines jugendlichen Muttersprachlers nicht herum. Außerdem wird er ein nicht unerhebliches berufliches Fachvokabular benötigen.

Es fällt auf, dass verschiedene Lernziele auch verschiedene Lernstrategien erfordern. Der Urlauber wird typische Phrasen lernen und sich nicht mit Grammatik herumschlagen wollen. Wer hingegen für möglichst viele Situationen gewappnet sein will, lernt lieber die wichtigsten Wörter und übt die Grundregeln der grammatikalischen Satzbildung.